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Die Vögel zwitschern,
ein Auto hupt ein freundliches Hupen und ein junges,
blondes Mädchen namens Bettina spürt die
Sonnenstrahlen auf ihren Wangen. Das Gras ist weich
und warm, die Blumen duften - wenn ich raten müßte,
würde ich sagen: es ist Sommer!
Bettina streicht sich
die blonden Haare aus dem Gesicht, öffnet die Augen
und strahlt! Sie setzt sich auf während der Wind ihr
Sommerkleid wieder in Position bringt und sieht sich
gutgelaunt um. Auf den Wegen im Park eilen die
Menschen vorbei und haben kaum einen Blick für
diesen schönen Tag übrig. Nicht mal den Eiffelturm
sehen sie noch, so ernst und traurig laufen sie über
die Schotterwege und durch die Gassen der Stadt.
Sie sitzt an einem
kleinen Teich, auf dem ganz viele Seerosen blühen
die prima zu ihrem Kleid passen. Bettina atmet tief
ein. So läßt sichs leben. Plötzlich kneift sie etwas
leicht in den großen Zeh. Hm, was ist den das....
denkt sie. Hey! Das sieht ja aus wie Katrins Schuhe!
Moment. Das kann doch nicht....? Doch, es kann. An
Bettinas Zeh hängt ein kleines, grünes Krokodil.
„Sag mal“, ruft sie, „Was machst du denn da?!?“.
„Hllll hllll!“ macht da das Krokodil. „Was?!?“. Das
Krokodil nimmt Bettinas Zeh aus dem Maul und sagt
„Entschuldige, aber du riechst so gut! Da konnte ich
nicht anders als mal probieren.“ Das Krokodil wird
etwas rot und schämt sich. „Ach, das macht doch
nichts“ sagt Bettina, „du bist ja nur ein kleines,
freundliches Krokodil. Komm doch mal her!“. Und
Bettina nimmt das tatsächlich sehr kleine Krokodil
in die Hand und schaut ihm in die Augen. Sie
schnüffelt. Aha! „Mensch, du riechst aber auch nicht
schlecht! Moment mal, wir benutzen ja das gleiche
Parfum! Ich wußte gar nicht das Krokodile auch in
Drogerien gehen! Wie heißt du überhaupt?!?“ ruft das
blonde Mädchen! Das kleine, gut riechende Krokodil
räuspert sich. „Ahem. Ich heiße Georg. Und du?“ „Ich
heiße Bettina. Und was machen wir jetzt?“ Georg, das
Krokodil verspürte ein kleines Hungergefühl. „Ich
habe Hunger“, sagt Georg deshalb. Und daher
beschliessen die beiden in ein kleines Cafe, passend
zum Krokodil, zu gehen. „Ich kann dich ja einfach in
meine Handtasche stecken!“ sagt Bettina. Georg, das
Krokodil, ist nicht begeistert. „Ich habe das nicht
so gerne. Handtaschen sind mir suspekt“.
Verständlich. Also nimmt Bettina ihr gut riechendes
Krokodil an die Hand und die beiden gehen laut
pfeifend durch die Gassen von Paris. Es ist nicht
ganz schwer vorzustellen, das es das erste Mal sein
dürfte, das ein hübsches junges blondes Mädchen mit
einem kleinen Krokodil an der Hand durch Paris
spaziert.
Und weil die beiden so
unglaublich gut riechen, freuen sich nicht nur die
eiligen, schlecht gelaunten Menschen plötzlich mehr,
sondern auch die Blumen sind irgendwie bunter, die
Sonne scheint heller, und die Sommerkleider in den
Schaufenstern kosten weniger.
Im Cafe an der Ecke
trinkt Bettina einen Milchkaffee und das kleine
Krokodil ein Leitungswasser. Und beide sehen sich an
und fangen laut an zu lachen. Was so ein kleines
Krokodil als Freund so alles verändern kann!
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