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Und so begab es sich,
dass am Weihnachtsabend Conator und seine Freunde,
Con carne und San Siro, vom festlichen „Haien in die
Fresse hauen“ zurückkehrten in heimatliche Gefilde.
Sie hatten es den Haien in deren Korallenland mal
wieder richtig gegeben und waren sehr froh und
besinnlich. Conator, welcher von seinen
delphinarischen Artgenossen auch manchmal
„kleinesdickesisländischespony“ genannt wurde,
beschloß dennoch früh zu Algenbett zu gehen und ließ
seine Freunde im Regen stehen.
Als er gerade seine
frischgewaschene Schlafmütze überstreifen wollte,
versperrte ihm plötzlich ein kleines, einzelliges
Meereslebewesen den Weg zum ruhigen,
vorweihnachtlichen Schlaf. Mit tiefer Stimme sprach
es: „bist du Conator, der Delphin des Schreckens?“.
„Na, hehe, sicher und was willst du hier bitteschön,
du kleine Amöbe?“. „Ich will Beweise,“ sagte die
Amöbe und Conator erschrak sichtlich, „Beweise für
deine Schrecklichkeit“.
Diese kleine, freche
Amöbe wollte tatsächlich ihn, den schrecklichen
Conator bloßstellen - aber was sollte er machen? Sie
war der Anfang der Nahrungskette und damit
wichtigster Bestandteil der öffentlichen
Meeresmeinung. Er mußte ihr Beweise liefern. „Na
schön Amöbe. Komm mit, ich zeig dir was ich alles
kann.“
Und die Amöbe grinste
übers ganze Gesicht, was nur von der Tatsache
getrübt wurde, dass sie gar keines hatte und folgte
dem schrecklichen Delphin in ungewisse Abenteuer .
Als erstes schwamm
Conator zurück zu dem verschreckten Haufen weißer
Haie die er eben mit seinen Freunden aufgemischt
hatte und vermöbelte sie ein zweites mal. Bald
liefen die Haie weinend nach Hause und Conator sah
die Amöbe triumphierend an. „Na, wie war ich?“ sagte
er. „Nicht schlecht,“ antwortete Amöbe, „könntest
aber schrecklicher sein“. Und da einigten sich die
beiden auf eine längere Tour durch die
Weltgeschichte, in der Conator seine
uneingeschränkte Schrecklichkeit beweisen können
würde.
Sie reisten nach Paris
um Prinzessin Diana zu überfahren, zeigten dem Papst
in Rom kleine Fickbildchen, tunnelten Ronaldo beim
Weltmeisterschaftsfinale 1998 und schauten über 2
Stunden lang Glücksrad. Und da dies alles noch nicht
genug war, erschreckten sie als kleines Extra
Feriengäste am Aasee und malten den ganzen
Meeresboden rosa an.
Am Ende dieser Reise
und eines langen Tages dann, mußte die Amöbe
einsehen, dass Conator der Delphin schon ziemlich
schrecklich war. Dieser wars zufrieden und sagte zum
Abschied, „jetzt aber fix, gleich kommt der
Weihnachtswal“. Die Amöbe erschrak. „Wie?
Weihnachten? Scheiße!!“. Und es stellte sich heraus,
dass die kleine Amöbe Weihnachten mit Karneval und
dem 1.April verwechselt hatte. So war sie zum
Beispiel gar keine Amöbe, sondern hatte nur ein
besonders raffiniertes Kostüm erworben .
Du kannst dir sicher
vorstellen wie erschrocken Conator war, als die
Amöbe ihr Kostüm lüftete und ein großer, weißer Hai
zum Vorschein kam. „Tschuldigung,“ sagte der Hai,
„aber ich muß da mal gerade was klarstellen.“ Und
der Hai haute dem auf einmal ziemlich kleinen
Delphin links und rechts einen in die Fresse.
Daraufhin hatten sich die beiden aber plötzlich sehr
lieb und schenkten sich sogar Geschenke.
Conator hatte seine
Vorurteile gegenüber Haien etwas geändert und Sharky
war schon auch ziemlich beeindruckt vom Delphin des
Schreckens. So beschlossen beide ein glückliches
Paar zu werden. Und sie machten schon am
1.Weihnachtstag fünf Delphinhaie. Diese neue Spezies
ist bis heute die speziellste Art des großen, weiten
Meeres des Universums und wenn Conator und Sharky
noch am leben sind, läuft die Produktion sicher
immer noch und auch Ronaldo wird ihnen irgendwann
verzeihen.
ENDE
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